Freitag, 25. Oktober 2013

Bye Bye, Bombay

Am frühen Morgen brachten unsere indischen Gasteltern uns zum Flughafen. Dort angelangt verabschiedeten wir uns ein letztes Mal und checkten für den Flug nach Delhi ein. Vom Anflug auf die Stadt konnten wir wenig sehen, da Delhi in dichten Smog gehüllt war. Ein Shuttle Service brachte uns zum Hotel und den Rest des Tages verbrachten wir dort. Manche erkundeten das Hotel, andere gingen zum Pool oder in das Fitness Center, bis wir uns alle zum Abendessen trafen.


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Donnerstag, 24. Oktober 2013

Shopping Day

Unser letzter Tag in Mumbai konnte von jedem frei gestaltet werden. Die meisten von uns verbrachten ihn jedoch damit, nochmals durch eine der Malls zu schlendern und zu shoppen oder letzte Souvenirs zu besorgen.


Am Abend lud uns die Schule zu einem bunten Abend im nahegelegenen Sophias College ein. Hier gaben die Klassenstufen 1 bis 5 viele Lieder und Tänze zum Besten.

Nach der Hälfte der dreistündigen Show gingen wir alle gemeinsam zu Mihikas (Angies Austauschpartnerin) Haus. Hier hieß es nun leider bei Pizza und Getränken viel zu früh Abschied von allen zu nehmen. Als Erinnerung an die unvergessliche Zeit wurden allen deutschen sowie indischen Schülern ein Mottoshirt überreicht. Gegen zehn Uhr ging jeder schleunigst nach Hause, da alle das Packen soweit wie möglich nach hinten verschoben hatten.

Mittwoch, 23. Oktober 2013

The other side of the Rupee

Wir trafen uns an der BIS und fuhren dann zum Planetarium, in dessen Keller die Schüler der Akanksha Schule Nachhilfe erhalten. Akanksha ist eine Schule, welche von freiwilligen Lehrerinnen organisiert wird und für Kinder ist, die wegen ihrer finanziellen Situation und sozialen Status eigentlich nicht in die Schule können. Wir durften aber nicht zur eigentlichen Schule, da dort gerade Examen waren. Wir lernten die dortigen Kinder kennen und sie waren alle sehr nett.

Wir gingen alle vereinzelt zu zwei Akanksha Schüler und stellten uns Gegenseitig unsern Alltag und unser Land vor; einige wollten sogar unbedingt mehr über die Politik und Geschichte Deutschlands wissen. Alle Schüler waren sehr interessiert und aufmerksam.




Eine Lehrerin zeigte uns ein Video über die Schule und erzählte, dass die Schule vor zwanzig Jahren gegründet wurde und seitdem immer größer geworden ist. In einer Klasse befinden sich circa 80 Schüler und in einer Klassenstufe circa 500 Schüler. Insgesamt sind etwa 10000 Schüler in der Slumschule und lernen Rechnen, Lesen, Schreiben, um einen Abschluss zu schaffen und später vielleicht einen Job zu bekommen. Auch wird ihnen die Welt innerhalb und außerhalb der Slums näher gebracht, indem aktuelle Themen diskutiert werden und soziale Normen werden ihnen beigebracht; all dies dient dazu, sie auf ein besseres Leben vorzubereiten.


Nach dem Besuch an der Akanksha Schule wurden wir zurück zur BIS gefahren und aßen dort zu Mittag. Anschließend hatten wir Zeit mit der Schulleiterin und den Lehrern, die mit dem Austausch zu tun hatten, unseren Indienaustausch ausführlich zu diskutieren. Wie gaben ihnen Feedback und überreichten der Schulleiterin und der Lehrerin Frau Anu einen Blumenstrausz als Dankeschön.
Daraufhin kehrten wir alle zu den unseren Gastfamilien zurück und hatten etwas Freizeit.


Am Abend war dann ein Abschiedsdinner in einem etwas lustig aufgebauten Restaurant. Es war dort indisch eingerichtet und war eine kleine Nachbildung eines Dorfes.





Nach dem Essen kamen zuerst einige Mitarbeiter mit Rasseln und einem Pferd.




Anschließend wurde getanzt. Man tanzt, während man zwei Stöcke nimmt und sie auf die Stöcke des Partners schlägt. Zuletzt gab es ein kleines Puppentheater. Es war sehr schön in dem Restaurant und auch das Essen war sehr gut. Die Shows mit dem Pferd und den Stöcken waren sehr unterhaltsam und amüsant.

Wir alle hatten unglaublich viel Spaß an dem Tag.





Dienstag, 22. Oktober 2013

Musical Fusion - West meets East

Heute trafen wir uns um 8:30 in der Schule. Als erstes verbrachten wir die Zeit damit, zu planen, was wir den Eltern und Organisatoren schenken könnten. Dann wurden wir zu den Drittklässlern eingeladen, die uns etwas vorsangen. Danach beantworteten wir ihre Fragen. Wir gingen eine Klasse weiter, zu den Viertklässlern. Da wir nicht viel Zeit hatten, beantworteten wir nur ein paar Fragen.

Im Anschluss fuhren wir mit den Autos zu den Docks. Wir hatten drei Autos zur Verfügung, in die wir verteilt wurden. Als wir dort ankamen, mussten wir ganze zwei Stunden auf die Erlaubnis warten, um in den Hafen zu kommen. Wir wurden zuerst in eine große Halle geführt, wo Kichererbsen aus Kanada lagerten. Diese wurden hier umgeladen, um weiterverschickt zu werden. Danach gingen wir aus der Halle und sahen viele Schiffe, die weiter weg im Meer lagen. Diese konnten nicht in den Hafen, da dieser zu wenig Tiefgang hat. Bevor wir gingen, sahen wir noch ein Trockendock. Darin lag ein großes Schiff, das sozusagen als Unterkunft für die Arbeiter bei der Ölbohrung vor der Küste dient. Als wir wieder in die Autos einsteigen wollten, fiel uns ein relativ kleiner Flugzeugträger auf; dieser soll voraussichtlich als Museum dienen, jedoch ist das aber noch in Planung.

Nach diesen Eindrücken fuhren wir wieder zurück zur Schule und aßen dort unser Mittagessen. Das Essen war wie immer gut. Nachdem wir gegessen hatten, gingen wir auf den Fußballplatz, der direkt gegenüber der Schule ist. Wir hatten ein spannendes, aber doch anstrengendes Fußballspiel. Als dieses vorbei war, bekamen wir von dem Sportlehrer eine kleine Einführung ins Kricket. Wir übten erst, wie man den Ball werfen muss und danach wie man ihn mit dem Schläger schlagen sollte.

Am Abend trafen wir uns alle bei Soli, dem Austauschpartner von Lucas, um seiner außergewöhnlichen Klavierkunst zu lauschen. Soli übt jeden Tag vier Stunden Klavier, um seinen Traum als professioneller Klavierspieler zu verwirklichen. Shalom spielte vier Stücke auf der Oboe, Michael spielte auf der Trompete ein Stück aus "Herr der Ringe", auch Lea ließ sich dazu überreden, ein Klavierstück zu spielen, wobei sie gesanglich von Diva und Jehan begleitet wurde. Natürlich spielte auch Angie ein Solo auf der Violine und Schindlers Liste zusammen mit Soli als Klavierbegleitung.







Alle wurden aufgefordert, auch etwas Musikalisches darzubieten. Diejenigen, die kein Instrument spielen konnten oder wollten, mussten singen um ihr Abendessen zu bekommen. Danach spielte ein Gast von Solis Eltern ein Stück auf dem Klavier. Sie kommt aus Kasachstan und zählt zu den besten Pianistinnen der Welt. Es war wie immer ein sehr schöner Tag in Indien.

Montag, 21. Oktober 2013

"India Jones" in Bollywood and Hare Krishna

Heute begann unser Tag besonders früh; schon um 7.30 Uhr trafen wir uns in der BIS. Nachdem sich alle Schüler eingefunden hatten, ging es mit dem Bus los in Richtung Nationalpark. Nach eineinhalb Stunden Fahrzeit kamen wir in dem 100qkm großen Park an. Zuerst wurde uns mitgeteilt, dass es hier 22 Leoparden gibt, die vor kurzem mehrere Kinder getötet haben.


Das besondere an dem Park sind die Höhlen, von denen es 110 Stück gibt. Die Kanheri Caves wurden in den massiven Stein gemeiselt. Sie besitzen ein System aus Rillen und Tanks zur Wasserversorgung, genau so wie es Mumbai auch heute in moderner Form nutzt. Die Höhlen sind mit vielen Steinmetzarbeiten verziert, darunter auch zwei riesige Skulpturen, eine glückliche und eine traurige.

Abschließend sind wir noch auf den höchsten Punkt gestiegen um das großartige Panorama zu genießen und Bilder zu machen.


Schon ging es zu unserer nächsten Station, der Filmcity. Wir fuhren mit dem Bus durch das riesige Gelände, vorbei an den Sets für Filme und TV-Serien. Über 30000 Menschen arbeiten hier, die Schauspieler nicht mit eingerechnet. Nach einiger Suche fanden wir ein Set, bei dem wir die Dreharbeiten zu einer indischen Serie beobachten konnten.

Es folgte eine kurze Pause und die Fahrt zu unserem nächsten Programmpunkt. Dieser war der ISKCON Tempel ("International Society for Krishna Consciousness (Hare Krishna Movement)"). Als estes gab es das wohlverdiente Mittagessen, bei dem viel gelacht wurde. Anschließend bekamen wir etwas über den Tempel, und ueber ihre Kultur und Glaubensgemeinschaft erzaehlt. Sie wurde erst 1965 in New York wiederbelebt und kam über Europa nach Indien. Da sie für jeden offen steht, kann jeder in den Tempel kommen.
Dort findet dann Unterricht und natürlich Gottesdienst statt. Nach kurzer Zeit sah man die Müdigkeit jedem Schüler an und es war schwer sich auf das Gespraech zu konzentrieren. Selbst den Lehrern wurde es zu lang und sie versuchten, mit einer Disskusion den Vortrag zu beenden.
Einem Rundgang durch den Tempel folgten wir trotzdem und sahen dabei eine Messe, welche die schon fast fanatische Anbetung des Gottes Krishna zeigte, obwohl uns unser Temeplfuehrer genau das Gegenteil erzaehlt hatte.
Auf dem Rückweg zeigten sich erneut die Auswirkungen des langen Tages; einige der Schüler nutzten die einstündige Fahrt um zu schlafen. Der Bus setzte uns alle vor der BIS ab, und dann konnte jeder nach Hause und sich ausruhen.

Sonntag, 20. Oktober 2013

Indian classical music and Broadway Theatre

Am Sonntagmorgen konnten viele von uns das erste Mal richtig ausschlafen, um Energie für den restlichen Tag zu gewinnen. Der Mittag war eigentlich als freier Tag mit der Gastfamilie gedacht, doch die Mutter von den Austauschpartnern von Marius und Dennis konnte für uns zum US-Club Zutritt verschaffen.
So traf sich der größte Teil der Gruppe dort. Nach dem Mittagessen begann das angesehene Programm für den Tag.
Um 4 Uhr begann der indische Klassikmusikabend bei Aditis Familie (und Sophias Gastfamilie), wobei wir einen Einblick in die indische Musik bekamen.



Von Liedern auf Hindi bis zu lustigen Beatspielen mit Trommeln und Sticks konnten sich alle am Programm beteiligen.



Nach einem kleinen Snack aus indischen Süßigkeiten und selbst hergestelltem "Streetfood" gingen wir gestärkt zum NCPA ("National Center for Performing Arts"), in welchem wir die Show "Broadway and Beyond" mit vielen Liedern aus Broadwaymusicals und Tänzen anschauten.



Um 10 Uhr endete der 7. Tag in Mumbai.

Samstag, 19. Oktober 2013

Day at the beach

Heute verbrachten wir einen Tag am Strand auf der Insel Mandwa. Da manche unserer Austauschpartner professionell segeln, fuhren einige mit einem von zwei Segelbooten, der Rest mit einem sehr schnellen Motorboot. Der einzige kleine "Nachteil" am Segeln, war das aufstehen, da diese schon gegen 7 Uhr lossegelten. Die Anreise mit dem Segelschiff dauerte ca 3 Stunden, mit dem Motorboot gerade mal 20 Minuten; bevor die Segler unter uns ankommen konnten, wurden sie mit dem Motorboot abgeholt und wurden das letzte Stück nach Mandwa gebracht.

Die Insel war sehr schön, allerdings war der Strand verschmutzt. Das Wetter war perfekt für einen Tag am Strand; blauer Himmel und eine leichte Brise. Wir verbrachten den Tag an einem Haus der "Bombay Sailing Association". Es war ein sehr schönes Grundstueck mit großen Bäumen und einem sauberen Teil des Strandes direkt davor. Leider musste Calvin den Tag in einem der Betten dort verbringen, da er an Dehydration litt. Zum Mittagessen gab es verschiedene Pizzen, Nudeln mit Soße, Reis, einen Salat aus Wassermelonen und als Nachtisch Brownies; es schmeckte allen sehr gut. Zu Trinken gab es kalte Getränke, beispielsweise Cola, 7up und Wasser.


Die Jungs spielten Fußball, die Mädchen hörten Musik und alle waren Schwimmen und sammelten schöne, teilweise auch sehr außergewöhnliche Muscheln. Leider gab es hierbei einige kleinere Verletzung an den Füßen wegen scharfkantigen Steinen im Wasser. Die Idylle wurde einmal kurzzeitig gestört, weil irgendjemand Müll am Strand verbrannte und der Rauch und der Gestank zu uns herzog, allerdings verflog der Geruch so schnell wie er gekommen war dank des stetigen, leichten Windes.


Gegen Nachmittag wurden manche ein wenig schläfrig und machten ein kleines Nickerchen auf einer Couch oder einem Sessel. Zurück fuhren wir alle mit Schnellbooten, dass erste fuhr gegen 15:30 Uhr, das zweite gegen 16.30 und das dritte um 16.50. Der Abend war frei, also verbrachte jeder ein wenig Zeit mit seinem Austauschpartner. Alles in allem war es ein sehr unterhaltsamer und schöner Tag.